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02.04.2022 ~ ... der Winter ist wieder da!

Beiträge der Hessischen Niedersächsischen Allgemeine (HNA)

 

Investor hält an Plänen fest

Frielendorf: Tiererlebnispark am Silbersee - Wo bleiben die Affen?

Luftaufnahme des Silbersee bei Frielendorf
In diesem Waldgebiet am Silbersee in Frielendorf soll ein Affenpark entstehen. Eine mögliche Eröffnung sehen die Investoren Ende 2022/Anfang 2023.

Der am Silbersee geplante Affenpark ist noch lange nicht vom Tisch. Die Investoren halten an dem Vorhaben fest. Auf fünf Hektar soll ein Kleinzoo entstehen.

Frielendorf. Vor knapp einem Jahr beschäftigte sich das Frielendorfer Parlament mit dem Thema Affenwald am Silbersee. Mit einem Aufstellungsbeschluss hatte eine große Mehrheit der Gemeindevertreter den Weg frei machen wollen für eine öffentliche Überprüfung, an deren Ende die entsprechende Änderung des Bebauungsplans am Silbersee stehen könnte oder auch nicht.

Von einer öffentlichen Debatte über das Anfang des Jahres heftig diskutierte Vorhaben einer Marburger Investorenfamilie ist in Frielendorf nichts zu hören. Wir haben nachgefragt.

 

Investoren halten an Vorhaben fest

Eine Anfrage der HNA über den aktuellen Planungsstand beantwortet die Marburger Investorenfamilie nicht. Aus einer Präsentation geht allerdings hervor, dass die Alma Erlebnispark Gesellschaft an ihrem Vorhaben festhält. Auf rund fünf Hektar in einem Waldgelände am Silbersee soll ein Affenwald in Form eines Kleinzoos für Berberaffen, Kattas und Erdmännchen entstehen. Der Präsentation nach haben Regierungspräsidium wie auch der Landkreis die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit des Projekts mitgeteilt. Im Sommer habe es eine Begehung des Geländes gegeben. Erste Detailplanungen für die Zauntrasse seien getroffen worden. Wie geht es weiter?

 

Grafik Planung für Affenpark am Silbersee
Planung für Affenpark am Silbersee

Bebauungsplan, Bauleitplanung, Umweltbilanzierung sind laut Investoren die nächsten Stichworte. Auch mit einem Städtebaulichen Vertrag zwischen Alma und Gemeinde wäre das Frielendorfer Gemeindeparlament wieder am Entscheidungsprozess beteiligt. Unter der Hand wird das Thema in den Fraktionen offenbar bereits diskutiert. Bürgermeister Thorsten Vaupel bestätigt, dass die Fraktionen zurzeit die weitere Vorgehensweise beraten.

 

Affenpark beschäftigt die Fraktionen

Wir haben bei den drei Fraktionen nachgefragt. CDU-Sprecher Dietrich Hahn, selbst unternehmerisch aktiv am Silbersee, will gegenüber der HNA keine eindeutige Position beziehen. „Der Investor muss erst seine Planungen liefern, dann können wir dazu etwas sagen“, sagt der CDU-Mann.

Deutlicher wird da der Koalitionspartner SPD: In der SPD-Fraktion gebe es kein einheitliches Stimmungsbild, erklärt Fraktionssprecher Holger Kraft. Eine knappe Mehrheit seiner Fraktion stimme dem Vorhaben zu. „Wir werden uns bei diesem Vorhaben nicht geschlossen als Fraktion positionieren“, so Kraft. In der SPD-Fraktion gebe es keinen Fraktionszwang. Eindeutig die FWG: „Die FWG bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung bezüglich des Affenpark Projektes. Die Fraktion lehnt das Projekt geschlossen ab“, so der Fraktionsvorsitzende Matthias Dittschar. Im Juli diesen Jahres habe es bereits eine nicht öffentliche Sitzung gegeben, in der der potenzielle Investor seine Planungen zum Affenpark Projekt erläutert habe.

In der Frielendorfer Gemeindevertretung ist die CDU mit fünf Sitzen die kleinste Fraktion, Koalitionspartner SPD mit zwölf Sitzen die stärkste. Die FWG besetzt acht Sitze. (Sylke Grede)

 

 

Affen und Kängurus am Silbersee

Frielendorf: Investoren äußern sich zum Planungsstand des Tiererlebnisparks

Das Foto zeigt Katta im Affenwald Straußberg.
Im Jahr 2023 soll es am Silbersee soweit sein: Wann genau, das hänge laut Investoren jetzt von naturschutzrechtlichen sowie tierschutzrechtlichen Prüfungen und schließlich der Bebauungsplansatzung der Gemeinde Frielendorf ab. Das

In einer Stellungnahme informiert die Investorenfamilie über den geplanten Affenpark am Silbersee bei Frielendorf. Das Vorhaben wird konkreter.

Frielendorf. Die Investorenfamilie Görge, die in Frielendorf am Silbersee einen Affenpark errichten will, ist sicher, dass mit dem Affenpark die Silbersee Erlebniswelt eine neue Attraktion bekomme, die zu einer Aufwertung und zu einem besseren ökologischen Bewusstsein führe. Nach unserer Berichterstattung in der Samstagsausgabe meldeten sich die Betreiber gestern morgen zu Wort.

 

Betreiberfamilie

Für den Betrieb von Affenparks hat die Familie Görge die Alma-Gesellschaft gegründet. Tobias Görge ist selbst Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, genau wie sein Vater Alfred und sein Bruder Andreas Görge. Das Marburger Unternehmen Alma betriebt bereits seit etwa drei Jahrzehnten zwei Affenwald-Projekte in Thüringen (Straußberg) und Mecklenburg-Vorpommern (Malchow).

Dort sei nicht nur das Interesse der Besucher ungebrochen, sondern es könne auch ein Beitrag zur Bewahrung der Artenvielfalt geleistet werden, teilt Andreas Görge mit.

 

Das Vorhaben

Das Familienunternehmen bestätigt die von der HNA genannten Details: Mit dem Affenwald Frielendorf entsteht auf einer Fläche von etwa 5 Hektar Lebensraum für zwei Affenarten: Berberaffen und Kattas. Sie sollen hier zusammen mit anderen Tierarten wie Erdmännchen und möglicherweise Kängurus leben. Kennzeichnend für den Affenwald sei, dass sich die Tiere in einem weitgehend naturbelassenen Areal frei bewegen können und die begrenzte Größe des Geheges nicht als unnatürlich oder beengt empfinden würden.

Die Berberaffen hätten besonders viel Platz. Ihr Gehege wird mit circa 3,5 Hektar geplant. In einem kleineren Gehege von etwa 1,5 Hektar leben den Planungen zufolge zukünftig Erdmännchen, Kängurus und ein einzelner Familienverband Kattas, bestehend aus lediglich zehn Tieren, gemeinsam. Die Gestaltung des Affenwaldes lässt aus Sicht der Investoren die Natur im genutzten Areal - bis auf anzulegende Wege und eine Umzäunung - im Wesentlichen so, wie sie ist. Die Affen-Familien können dort in naturnaher Umgebung und größtmöglicher Freiheit beobachtet werden. Obwohl die Besucher durch den Affenwald schlendern können, wird die Anlage kein Streichelzoo.

Das heißt, direkte Kontakte zu den Tieren sollen - genauso wie das Füttern - unterbleiben, betonen die Betreiber.

 

Aktueller Stand

Das Projekt wird nach Angaben der Familie Görge begleitet von dem Zoologen Dr. Dieter Minnemann (Zoodirektor a.D. und wissenschaftlicher Berater) und ist derzeit in einer Phase, in der die genehmigungsrechtlichen Gutachten, beziehungsweise Planungen erstellt werden.

Nach dem Aufstellungs- und Offenlage-Beschluss der Gemeinde Frielendorf für den Bebauungsplan seien die Vorbereitungen jetzt also in der Konkretisierung, so die Unternehmerfamilie. (Sylke Grede)

 

 

 

 

 

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